
Wie man die IP55-Infrarot-Heizplatten am Laufen hält – ohne Probleme
Das Problem mit wasserdichten Heizplatten ist folgendes: Sie sind ein Widerspruch in sich. Um die IP55-Zertifizierung zu erreichen, muss die Einheit fest verschlossen werden, damit Staub und Wasser nicht eindringen können. Doch die Heizelemente verbrennen irgendwann aus – das ist einfach physikalisch unvermeidlich.
In der Regel bedeutet das, dass man, wenn ein Heizelement kaputt geht, mit einer fest verschlossenen Box konfrontiert ist, die kaum geöffnet werden kann. Die meisten Designs machen die Wartung zu einem Albtraum. Wir haben das satt und verwenden daher modulare Bauweisen.
Der Austausch von Komponenten sollte kein Problem sein
Normalerweise muss man, wenn man ein einzelnes Heizelement in einer IP55-Heizplatte austauschen will, das gesamte Gehäuse demontieren. Das ist eine zeitaufwändige Prozedur.
Wir haben es anders gemacht: Unsere Module sind so konstruiert, dass man an die Heizelemente herankommt, ohne die Abdichtung des Hauptgehäuses zu beeinträchtigen. Wenn ein Heizelement nach fünf Jahren kaputt geht, muss man nicht die ganze Maschine wegwerfen. Man zieht einfach das Modul heraus, ersetzt das Heizeelement und setzt es wieder ein. So wird eine vierstündige Arbeit in zehn Minuten umgewandelt. Das ist eine riesige Erleichterung für diejenigen, die die Arbeit wirklich erledigen müssen.
Das Problem mit der Hitze
Die IP55-Abdichtung ist zwar gut, um Spritzer abzuhalten, doch sie führt zu einem neuen Problem: Der eingesperrte Strom erzeugt viel Hitze. Während die Strahlungsenergie ihre Wirkung auf den Werkstoff hat, befinden sich die Elektronikkomponenten und Kabel im Grunde genommen in einem „Ofen“. Wenn man billige Materialien verwendet, schmelzen diese oder beginnen nach verbranntem Plastik zu riechen.
Um das zu vermeiden, verwenden wir Dichtungen, die hohe Infrarottemperaturen aushalten können. Zudem sind unsere internen Kabel für höhere Temperaturen ausgelegt. Das ist die einzige Möglichkeit, sicherzustellen, dass die Isolierung im Laufe der Zeit nicht zerstört wird.
Praktische Tipps für die Werkstatt
Für diejenigen, die diese Heizplatten tatsächlich einsetzen, bedeutet das weniger Stillstandzeiten. Man muss nicht jedes Mal das ganze Gehäuse umbauen, wenn etwas nicht funktioniert. Alle Komponenten sind mit Schnellanschlüssen ausgestattet, sodass alles recht einfach ist.
Aber eines darf man auf keinen Fall vergessen: Überprüfen Sie die Abdichtungen regelmäßig. Jedes Mal, wenn man ein Heizelement austauscht, sollte man sicherstellen, dass die Dichtung richtig sitzt. Wenn sie nicht fest sitzt, ist die IP55-Zertifizierung weg. Schon ein kleiner Spalt reicht aus, damit Feuchtigkeit eindringt und die Anschlüsse zerstört. Nehmen Sie sich dreißig Sekunden Zeit, um sicherzustellen, dass alles fest ist – dann ist alles in Ordnung.